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Unsere Geschichte:
Am 6.Dezember 1829 wurde unsere Cappeler Kirche
im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes ihrer Bestimmung übergeben!
Das muss damals für die ganze Gemeinde ein großartiges Ereignis gewesen sein.
Und Viele hatten wohl auch nach Kräften dazu beigetragen, dass
diese schöne, helle und große Kirche errichtet werden
konnte. Oft wird auch wohl von dem Schrecken jenes Sonntages im Sommer
1827 erzählt worden sein, als in der Mittagszeit die
ehrwürdige alte Kirche eingestürzt war. Man hatte ein
deutliches Zeichen der bewahrenden Nähe Gottes darin erkannt, dass
niemand zu Schaden gekommen war!
Nach dem Tage ihrer Einweihung hätte unsere Kirche auch den Namen
„St. Nicolai Kirche“ tragen können. Aber das ist
natürlich schwer vorstellbar für ein Gotteshaus in
reformierter Tradition. Und der trägt sie in ihrer Bauweise in
ausgeprägter Form Rechnung, - wobei der damals
„moderne“ Baustil des Klassizismus mit seinen klaren,
einfachen Formen die geeigneten Ausdrucksmöglichkeiten lieferte.
Es entstand eine lichtdurchflutete Hallenkirche, die Wort und Sakrament
in den Mittelpunkt rückt, unter Verzicht auf weitere
Ausschmückung, einschließlich (was manchmal bedauert wird)
liturgischer Kerzen. Die Bänke sind so angeordnet, dass die
Gemeinde auf den Abendmahlstisch mit der aufgeschlagenen Bibel darauf
und auf die Kanzel hin ausgerichtet ist.
Einige historische Dokumente wurden dazu unter Federführung von
Elfriede Ulrichs „ausgegraben“. Sie geben Auskunft
über Details der Bauphase, sowie über den Baumeister Heinrich
Julius Weissich aus Bückeburg.
In einer kleinen Ausstellung werden sie im Gemeindehaus in Cappel der
Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Aufgefüllt wurde die
Sammlung durch andere sehenswerte, wenngleich jüngere Dokumente,
z.B. alte Bibeln
und Konfirmationsurkunden.
Fast auf den Tag genau 175 Jahre später werden wir uns nun wieder
in unserer Kirche versammeln und dankbar in sicherlich großer
Gemeinde Gottesdienst feiern. Das Wort aus Psalm 26, das auch Pastor
Stivarius damals in den Mittelpunkt gestellt hat, ist ein gutes Motto:
„Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort, da deine Ehre wohnt!“
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